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Sprache - Arbeit - Migration

 

 

 

 

 

Bildung für Flüchtlinge: Politische Forderungen

Unter der Überschrift "Bildung für Flüchtlinge kann nicht warten!" mahnt  die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einer Pressemitteilung, "dringend einen verlässlichen Rahmen für Bildung für Flüchtlinge zu schaffen und konkrete Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Sie erneuerte damit ihren Vorstoß von Anfang Oktober und verwies mit Blick auf die heutige Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und das Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch einmal auf die seinerzeit vorgelegten Handlungsempfehlungen der Bildungs-gewerkschaft. Es besteht Einigkeit, dass Bildung für Flüchtlinge nicht warten kann. Versäumnisse, die durch Warten in Erstaufnahmeeinrichtungen oder verzögerten Zugang zu Kitas, Schulen, Hochschulen und beruflicher Bildung entstehen, können später kaum noch aufgeholt werden. So wird Ausgrenzung statt Integration gefördert."

Auch der Landesintegrationsrat NRW hat in seinem Posititonspapier Bildungschancen von Flüchtlingen  Forderungen an die Politik gestellt und hebt u.a. hervor: "Eine besonders wichtige Rolle in der ehrenamtlichen Arbeit können die hier schon lange lebenden Migrantinnen und Migranten spielen. Sie haben einen besonderen Zugang zu den neuen Einwanderern und können sie am besten in ihren alltäglichen Problemen unterstützen. Der Landesintegrationsrat ruft deshalb alle Migrantinnen und Migranten auf, sich in vielfältiger Weise an dieser Arbeit zu beteiligen. Sie können sich an die Integrationsräte in den Kommunen wenden, die die politischen Ansprechpartner für dieses Thema sind. Die Integrationsräte befassen sich mit allen kommunalen Aufgaben der Integration und sind daher auch seitens der Kommunen in die Diskussion um Fragen der Integration von Flüchtlingen einzubinden. Denn sie sind die Experten für Konzepte interkulturellen Lernens und mehrsprachiger Angebote." 

 

 

 

 

 

 

Erwachsenenbildner mit Migrationserfahrungen

Das Projekt "Migrationsbezogene Kompetenzen in der Erwach-senenbildung" erhielt am 1. Dezember den Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung 2015 in der Kategorie "Wissenschaft und Forschung".
"... das Forschungsprojekt ist sowohl hinsichtlich der Forschungsmethodik als auch seiner Thematik als innovativ zu bezeichnen", ... MigrantInnen stehen hier - im Gegensatz zu vielen anderen Untersuchungen - nicht als TeilnehmerInnen, sondern als ErwachsenenbildnerInnen im Mittelpunkt. Und: statt von Defiziten auszugehen, fragen die Autorinnen nach den Kompetenzen und Ressourcen, die sich gerade aus der Migrationserfahrung ergeben. Ein kritischer Blick richtet sich gleichzeitig auf die strukturellen Rahmenbedingungen, die eine Verwertung als kulturelles Kapital ermöglichen oder behindern." 
In einem  Dokumentarfilm des Projekts "Auf der anderen Seite" wurden MigrantInnen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind, porträtiert.

  

 

 

 

Flüchtlinge unterrichten

Unter der Überschrift "Flüchtlinge unterrichten"  bietet die IQ Fachstelle "Berufsbezogenes Deutsch" komprimiert und ausführlich Informationen und Hilfen zum Unterricht mit Flüchtlingen an - u.a. zur Ermittlung der Vorkenntnisse, zu Unterrichtsmaterialien und zur Fortbildung; außerdem werden von Prof. Hermann Funk von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Auslandsgermanistik, zehn Tipps in einem Video vorgestellt für Laien, die gern Deutsch-Sprachtraining mit Flüchtlingen betreiben wollen.

 

 

 

 

 

Zur Situation von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt

Der Aktuelle Bericht 14/ 2015 des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (iab) Nürnberg bietet aktuelle Daten und Analysen zum Thema   „Flüchtlinge und andere Migranten am deutschen Arbeitsmarkt: Der Stand im September 2015".

In aller Kürze:

• Die ausländische Bevölkerung ist in den ersten acht Monaten des Jahres 2015 nach Angaben des Ausländerzentralregisters um 488.000 Personen gewachsen. Hinzu kommen Flüchtlinge, die noch nicht erfasst wurden.
• Das EASY-System (Erstverteilung von Asylbegehrenden) hat in den ersten acht Monaten des Jahres 2015 414.000 neu eingereiste Flüchtlinge erfasst, beim BAMF wurden im gleichen Zeitraum 231.000 Asylerstanträge registriert.
• Die verfügbaren Daten sprechen dafür, dass die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge deutlich geringer ist als bei anderen Ausländergruppen, im Bereich der schulischen Bildung ist das Gefälle geringer.
• Angesichts des geringen Durchschnittsalters – 55 Prozent der Flüchtlinge sind unter 25 Jahre – besteht jedoch ein erhebliches Potenzial, das durch Investitionen in Bildung und Ausbildung qualifiziert werden kann.
• In den vergangenen fünf Jahren sind die Beschäf- tigungsquoten der ausländischen Bevölkerung in Deutschland deutlich gestiegen und die Arbeitslosenquoten gesunken. Die Flüchtlingsmigration führt aber zu sinkenden Beschäfti- gungsquoten und, schrittweise, zu steigender Arbeitslosigkeit der ausländischen Bevölkerung.
• Bei einem Zuzug von jeweils einer Million Flüchtlinge 2015 und 2016 ergäbe sich im Vergleich zu einem Szenario ohne Flüchtlingsmigration eine zusätzliche Arbeitslosigkeit von +130.000 Personen.
• Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Beschäf- tigungsquote von Flüchtlingen von unter zehn Prozent im Zuzugsjahr fünf Jahre nach dem Zuzugauf knapp 50 Prozent steigt.

 

 

 

 

 

Nationale Plattform Bildung

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat am 29. September zur konstituierenden Sitzung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung ins BMBF eingeladen. Ziel der Plattform ist es, nachhaltiges Denken und Handeln in allen Bereichen des Bildungssystems fest zu verankern. Dabei sollen neue Wege beschritten und gute Ideen in die Breite getragen werden. Erfolgreiche Praxisbeispiele werden gezielt gefördert und vorbildliche BNE-Initiativen ausgezeichnet.

"Bildung für nachhaltige Entwicklung heißt, verantwortungs-bewusstes Denken und Handeln zu ermöglichen. Weil das so wichtig ist, hat die UNESCO 2015 im Anschluss an die UN-Dekade ein Weltaktionsprogramm ausgerufen – auch Deutschland beteiligt sich."

 

 

 

 

 

Bildung 2030

Die Vereinten Nationen haben im September 2015 Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) für die gesamte Staaten-gemeinschaft verabschiedet. Integraler Bestandteil der SDGs ist eine globale Bildungsagenda für die Jahre 2016 bis 2030, für die die UNESCO im UN-System federführend ist. Das Bildungsziel innerhalb der nachhaltigen Entwicklungsagenda lautet: "Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen". Es ist unterteilt in 7 Unterziele und 3 Implementierungsmechanismen:

1. Allen Mädchen und Jungen den Abschluss einer hochwertigen, kostenlosen Primar- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen, die zu relevanten und effektiven Lernergebnissen führt;

2. Allen Mädchen und Jungen den Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu sichern, die ihnen einen erfolgreichen Übergang in die Schule ermöglicht;

3. Allen Frauen und Männern einen gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu qualitativ hochwertiger beruflicher und akademischer Bildung zu ermöglichen;

4. Sicherzustellen, dass Jugendliche und Erwachsene die für eine Beschäftigung oder Selbstständigkeit relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben;

5. Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit auf allen Bildungsstufen zu beseitigen und allen Menschen gleichberechtigten Zugang zu allen Bildungsstufen zu sichern, insbesondere benachteiligten und von Benachteiligung bedrohten Menschen;

6. Den Erwerb ausreichender Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten für alle Jugendlichen und Erwachsenen sicherzustellen;

7. Sicherzustellen, dass alle Lernenden die für nachhaltige Entwicklung notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, u.a. durch Bildung für nachhaltige Entwicklung, Erziehung zum Weltbürgertum und Wertschätzung kultureller Vielfalt.

Zur Umsetzung der UN-Bildungsziele 2030 in Deutschland siehe hier die Resolution der 75. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission.

(Foto links: © UN)

 

 

 

 

 

Sprachkenntnisse und Beschäftigungschancen

Der neuste Bericht des Centre for Research on Education and Lifelong Learning (CRELL) der Europäischen Kommission widmet sich dem Thema Languages and Employability (Sprachen und Beschäftigungsfähigkeit). Der Bericht bietet Befunde zu der Fremdsprachenkompetenz der europäischen Bürger und präsentiert neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwi- schen Fremdsprachenkenntnissen und den damit verbundenen Chancen auf Beschäftigung. In dem Bericht werden Studien vorgestellt, die Sprachkenntnisse als eine Form von Humankapital berücksichtigen, deskriptive Statistiken über Sprachkenntnisse ausge- wertet und untersucht, ob bzw. welche Zusammenhänge zwischen diesen Kenntnissen und den Beschäftigungschancen bestehen.

 

 

 

 

„W.I.R – work and integration for refugees“

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, die Agentur für Arbeit Hamburg, Jobcenter team.arbeit.hamburg und weitere Kooperationspartner ein Programm zur schnellen Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt initiiert. "Wir"– work and integration for refugees" startet ab dem 15. September 2015 am Standort Millerntorplatz 1, der Kundenbetrieb wird ab Oktober ermöglicht. Das aufsuchende Vorscreening werden mobile Teams bereits ab September leisten. Der gemeinsame Standort am Millerntorplatz soll die Prozessgestaltung und -optimierung übernehmen und die erforderliche Netzwerkarbeit mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern verantworten.

 

 

 

 

 

Wettbewerb gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Die Gewerkschaftsjugend, Berufsschülerinnen und Berufsschüler sowie alle Auszubildenden sind aufgerufen, sich an dem Wettbewerb der"Gelben Hand“ zu beteiligen: "Setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus mit einem Wettbewerbsbeitrag als kreatives Zeichen gegen Frem- denfeindlichkeit, Rassismus und für ein solidarisches Miteinander." Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 15. Januar 2016.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sprachkurs für syrische Flüchtlinge im Goethe-Institut Istanbul

Das Goethe-Istanbul bietet syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen, die nach Deutschland ausreisen werden, kostenlose Sprachkurse an. Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Angebot für Studenten: Bestätigung einer Hochschule oder eines Studienkollegs in Deutschland, dass eine Einschreibung möglich ist.

So erfreulich diese Initiative ist, weniger gut klingt die Zahl der Teilnehmenden, wie sie aus einer Meldung der NWZ online hervorgeht: "In diesem Jahr sollen rund 400 Flüchtlinge sprachlich auf das Leben in Deutschland vorbereitet werden."

 
 

 

 

 

Unterqualifiziert? Überqualifiziert?

"Ausländische Beschäftigte mit einem beruflichen Abschluss sind mit 22,5 Prozent mehr als doppelt so häufig überqualifiziert tätig wie vergleichbare Deutsche. Auch bei Meistern, Technikern und Akademikern sind die Anteile überqualifizierter Ausländer etwas höher. 
Sowohl bei Ausländern als auch bei Deutschen konzentrieren sich die meisten überqualifiziert Beschäftigten in zwei Berufs- hauptgruppen: Rund ein Viertel der überqualifiziert Beschäftigten sind in Verkehrs- und Logistikberufen sowie in Berufen in Unternehmensführung und -organisation tätig."  - So zwei wichtige Ergebnisse im neuesten Aktuellen Bericht 13/ 2015 „Formale Überqualifizierung von Ausländern“ des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), Nürnberg.

Wie war das nochmal mit dem Mangel an Fachkräften? Verstecken die sich etwa auf Arbeitsplätzen mit geringeren Anforderungen an Qualifikationen?

 

 

 

Leere Versprechen für angeworbene Pflegekräfte

Nach einer Studie des Zentrum für Europäische Wirtschafts-förderung (ZEW) ist Spanien das Land, in dem die deutschen Pflegebetriebe in den vergangenen drei Jahren am häufigsten Arbeitskräfte gesucht haben. Dort seien 61 Prozent aller Unternehmen mit internationaler Rekrutierungserfahrung aktiv gewesen. Dahinter folgen nach Angaben des ZEW Polen mit 19 Prozent, Kroatien mit 16 Prozent, Rumänien mit 14 Prozent, Italien mit 13 Prozent und Griechenland mit 12 Prozent.
Plusminus hat sich mal in Spanien umgeschaut - und stieß auf einige Anstoß erweckende Praktiken zum Schaden der angeworbenen Pflegekräfte.

 

 

 

Berufsausbildung von Flüchtlingen

In einer PM vom 12.08.2015 weist das Bundesminiserium für Arbeit und Soziales auf Verbesserungen der Unterstützung von  Flüchtlinge in der Berufsausbildung hin:

Das Bundeskabinett hat  einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegten Gesetzentwurf zugestimmt, mit dem weitere Verbesserungen für junge Menschen mit einer Duldung umgesetzt werden sollen. Sie sollen bei einer Berufsausbildung im Betrieb künftig früher und besser unterstützt werden können."

Geduldete haben demzufolge ab dem 1. Januar 2016 nach einer Voraufenthaltsdauer von 15 Monaten Zugang zu folgenden ausbildungsfördernden Leistungen:

1.  Geduldete können während einer betrieblichen Berufsausbil- dung deutlich schneller als bisher mit Berufsausbildungsbeihilfe gefördert werden.

2. Auch für das  Instrument der Assistierten Ausbildung (§ 130 SGB III) wird die Voraufenthaltsdauer für junge Geduldete ent- sprechend verkürzt.

3. Erstmals sollen geduldete Auszubildende auch mit ausbil-dungsbegleitenden Hilfen unterstützt werden können.

(Foto links: © Colourbox)

 

 

 

 

 

 

InCharge - Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit in der EU

Fünf Millionen junge Menschen sind in der EU arbeitslos. Besonders betroffen sind Länder wie Spanien, Portugal oder Griechenland. Dagegen möchte die Initiative InCharge verschiedener deutscher Unternehmen vorgehen: Arbeitslose Jugendliche in den Niederlassungen deutscher Unternehmen sollen vor Ort "fit für einen Job gemacht werden". Die Menschen sollten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Andererseits, wenn sie mobil seien, sollten sie auch im Ausland eine Chance bekommen.

"Bei einem Pilotprojekt, dem Coaching Day am 30. Juni im spanischen Zaragossa, haben 420 Bewerber an einem Tag an Motivationsworkshops, Karrieregesprächen, Jobinterviews oder Unternehmenspräsentationen teilgenommen. Coach für Motivation war zum Beispiel der Fußballer Christoph Metzelder. Firmen wie Sixt, Continental, Kirchhoff oder Permira haben sich ebenfalls beteiligt." 

Um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, so dieArbeitsministerin Nahles, stünden zwar sechs Milliarden Euro an Fördermitteln bereit. Davon würden aber nur 950 Millionen Euro abgerufen. Das läge zum Teil an der nicht ausreichend ausgeprägten Landschaft für Projektträger.- Am 21. Juli 2015 wurde die Initiative auf der Bundespressekonferenz vorgestellt.

 

 

 

 

 

Familienzusammenführung von Drittstaatsangehörigen in der EU

In einem neuesten Urteil es Europäischen Gerichtshofes wird den Mitgliedsstatten der EU bestätigt, dass sie von Drittstaatsange- hörigen vor einer Familienzusammenführung verlangen können, dass eine Integrationsprüfung erfolgreich ablegt wird. Allerdings darf die Ausübung des Rechts auf Familienzusammenführung  nicht unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert werden. - Dazu wird in der Pressemitteilung ausgeführt: "Der Europäische Gerichtshof stellt anhand der Angaben in der Vorlageentscheidung fest, dass die niederländischen Rechtsvorschriften es nicht ermöglichen, Familienangehörige des Zusammenführenden von dem Erfordernis, die Integrationsprüfung erfolgreich abzulegen, in allen Fällen zu befreien, in denen dieses Erfordernis die Familienzusammenführung unmöglich macht oder übermäßig erschwert.  
Ferner weist der Gerichtshof darauf hin, dass sich die einmalig anfallenden Kosten des Pakets zur Vorbereitung auf die Prüfung auf 110 Euro und das Prüfungsgeld auf 350 Euro belaufen. Diese Beträge könnten nach Auffassung des Gerichtshofs die Familien-zusammenführung unmöglich machen oder übermäßig erschweren. Dies gilt umso mehr, als das Prüfungsgeld bei jedem weiteren Prüfungsversuch und für jeden Familienangehörigen des Zusam-menführenden, der zu diesem in den Aufnahmemitgliedstaat nachziehen will, erneut anfällt und zu diesen Kosten die Kosten für die Reise zum Sitz der nächsten niederländischen Vertretung hinzukommen, die die Familienangehörigen des betreffenden Zusammenführenden aufbringen müssen, um die Prüfung abzulegen."

 

 

 

 

 

 

 

Umgang mit Sprachenvielfalt in der Schule

In den europäischen Schulklassen ist sprachliche Vielfalt längst Alltag. "Viele Lehrkräfte wissen jedoch nicht, wie man dieses vorhandene Potential im Unterricht für alle Schüler ausschöpfen kann. Bessere Kenntnisse über Mehrsprachigkeit und den Umgang mit Sprachenvielfalt in den Klassen sollten daher als Pflichtelemente bereits in die Lehrerausbildung aufgenommen werden. Diese und weitere Empfehlungen haben Sprachwis- senschaftler – unter anderem der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) - nun Vertretern aus Bildungspolitik und Lehrer-fortbildung auf lokaler und internationaler Ebene übergeben. Ausgearbeitet wurden sie im vor Kurzem abgeschlossenen EU-Projekt AMuSE."

 

 

 

 

 

Leichtere Integration in Ausbildung und Arbeit angestrebt

Positiv bewertet hat der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, die Ergebnisse des Gipfels zur Flüchtlingspolitik im Kanzleramt. Alerdings sei aus Sicht der Wirtschaft  noch einiges zu tun. "Die Signale des Spitzen-treffens von Bund und Ländern machen Mut"..."neben einer stärkeren Bundesbeteiligung an den Kosten wird eine leichtere Integration in Ausbildung und Arbeit angestrebt. ...Eine große Beschäftigungshürde sei allerdings das Fehlen von Sprach-kenntnissen, warnte Schweitzer. "Deshalb müssen Asylbewerber mit Bleibeperspektive so schnell wie möglich Zugang zu Sprachkursen bekommen." (Pressemeldung vom 15.06.2015)

Zu letzterem mal ganz naiv gefragt: War da nicht mal was mit einer Verantwortung von Betrieben für die eigenen Mitarbeiter; z.B. bei der Einarbeitung und bei der Weiterbildung?

 

 

 

 

 

 

 

Gestaltung einer humanitären Flüchtlingspolitik

In einem Brief an ihre Kooperationspartner und Koopera- tionspartnerinnen  erläutert die Ministerin für Integration des Landes Rheinland-Pfalz, Irene Alt, den neuesten Stand zur Umsetzung des Maßnahmenplanes, den sie Ende Januar vorgestellt hatte. An diesem Plan hatte die gesamte Landesregierung mit Verbänden, Initiativen, Kommunen und Ehrenamtlichen gemeinsam erarbeitet, um Zuflucht suchende Menschen willkommen zu heißen, ihnen Schutz zu geben und ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. "Die Landesregierung hat Anfang des Jahres ihre Bemühungen für eine humanitäre Flüchtlingspolitik noch einmal verstärkt und einen Maßnahmenplan u.a. zu den Schwerpunkten Erstaufnahme, Sprachvermittlung, psychosoziale Versorgung der Flüchtlinge und bessere Zugänge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beschlossen."
Im Abschnitt zur Sprachförderung wird u.a für der Bereich der Erwachsenenförderung ein großer Handlungsbedarf reklamiert: "Deswegen fordern wir den Bund mit Nachdruck auf, die von ihm angebotenen Sprachkurse für alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber zu öffnen und das Angebot auszubauen."

 

 

 

 

 

Datenbank zur sozialen Sicherung in der EU

Mit der  Datenbank “Sozialkompass Europa” bietet das Bundeministerium für Arbeit und Soziales umfassende  Informationen zum Thema soziale Sicherung in der EU. Außerdem werden wöchentlich online Nachrichten rund um den Sozialkompass Europa eingestellt.

Zudem "verfügt der Sozialkompass Europa zusätzlich über zwei neue Features: “Links” und “FAQ”. Der Klick auf den Menüpunkt “Links” auf der Website www.sozialkompass.eu führt zu einer umfangreichen Linksammlung. Die Linklisten mit ihren rund 1.100 Links können entweder nach den 28 Mitgliedstaaten der EU oder nach Themen sortiert werden. So gelangt der Nutzer zu Informationen in den 15 Rubriken der Datenbank sowie jetzt auch zu den Themen Einwanderung, EU-Infos, europaweite Bildung, Gesetze, Reisen und Tourismus. Internetseiten von Ministerien, Bürgerportale und offizielle Internetangebote von Behörden sowie viele weitere nützliche Informationsquellen können von hier aus direkt aufgerufen werden. Die Landesflaggen neben den jeweiligen Links zeigen die Sprache der Internetseiten an."

 

 

 

 

 

Modellprojekt zur frühen Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Bundesprogramm 'XENOS - Arbeitsmarktliche Unterstützung für Flüchtlinge und Bleibeberechtigte' Anfang 2014 ein Modellprojekt 'Early Intervention' zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern initiiert. Ziele des Projekts sind vor dem Hintergrund der Flüchtlingspolitik und des Fachkräftebedarfs

  • die Potenziale von Flüchtlingen für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft stärker zu berücksichtigen und
  • sie frühzeitig - also schon während der laufenden Asylverfahren - in Maßnahmen zur Arbeitsmarktinte- gration einzubeziehen."

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beschreibt in seinem Forschungsbericht 3/2015 wesentliche Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung, in deren Verlauf das IAB Interviews in den sechs Modellagenturen geführt und ausgewertet hat: "Alles in allem zeigt sich ein positives Bild der Implementation des Modellprojekts und der Zusammenarbeit in den Regionen. Die Vermittlungsfachkräfte stellen sich den hohen interkulturellen Anforderungen und identifizieren sich stark mit den Projektzielen. Neben der positiven Grundbewertung verweist die Studie auch auf einige strukturelle Probleme, sowie auf Stolpersteine in der Arbeit vor Ort."

Insbesondere zur Vermittlung von Deutschkenntnissen für dieses Klientel wird angemerkt: "Die erste generell zu überwindende Hürde ist die fehlende Sprachkompetenz. Es gilt, die Teilnehmer möglichst schnell in qualitativ hochwertige Deutschkurse zu integrieren, wenn man das Ziel verfolgt, sie entsprechend ihrer beruflichen Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln. Alle Befragten halten die Deutschförderung für existenziell und unabdingbar für den Projekterfolg. Das momentane Deutschkursangebot wird als unzureichend kritisiert." (S. 24)

 

 

Über die Tücken der Mehrsprachigkeit

Oje, als ich heute aufwachte, war ich so verwirrt, dass ich mich nicht an meine Erstsprache erinnern konnte und in Panik wortwörtlich auf Englisch schrie 'aber ich weiß nicht mal, wie man Französisch spricht'.

Ich bin deutsch.

 

 

 

 

 

Schwerpunktjahr Gesundheit 2015

"Wie gestalten wir ein Gesundheits- und Pflegewesen, das den Anforderungen einer Einwanderungsgesellschaft gerecht wird? So lautet die zentrale Fragestellung des Themenschwer- punktjahrs 2015 der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration." - Auf der Auftakt- veranstaltung zu diesem Schwerpunktthema  wurden vier wesentliche  Bereiche für die Arbeit hervorgehoben:

  • Gesundheits- und Pflegeangebote für alle Bevölkerungs-gruppen
  • Mehr ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte
  • Kultursensible Angebote
  • Gesundheitsversorgung besonderer Gruppen

Des Weiteren wurde ein "Bundesweiter Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit" eingerichtet (siehe dazu auch das Positionspapier). Ein Infodienst "Migration und öffentliche Gesundheit" wird begleitend von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgegeben. 

 

 

 

 

 

Für eine Politik, die Arbeit schafft

“How to make it work. Strategische Ansätze für eine Politik, die Arbeit schafft”, so lautet der Titel des E-Books, das von blog.arbeit-wirtschaft.at online gestellt wurde. Es gibt  Ant- worten auf eine der drängendsten politischen Frage unserer Zeit: Was kann der dramatisch hohen Arbeitslosigkeit im Euroraum entgegenhalten werden? Geforscht wird nach den Ursachen der prekären Arbeitsmarktlage und nach strategischne Ansätze für eine Politik , die dem etwas entgegenstellt.
Eine der Antworten zu den gering Qualifizierten lautet: "Gering Qualifizierte sind die Problemgruppe schlechthin in unserer Gesellschaft. Den noch im Erwerbssystem Befindlichen prophezeit man das Verschwinden ihrer Arbeitsplätze, die schon jetzt drastisch an Wert eingebüßt haben und deren Arbeitsbedingungen sich deutlich verschlechtern. Den schon Aussortierten bescheinigt man wiederum im Verbund mit den Älteren die höchste Verweildauer in der Arbeitslosigkeit und das höchste Risiko dauerhaften Erwerbsarbeitsausschlusses. In den öffentlichen Diskursen kandidieren sie für den Titel „exklu-sions gefährdetste Gruppe“ in einer heraufbe-schworenen Wissensgesellschaft. Und als Lösungsansatz wird ihnen von allen Seiten individuelle Qualifizierung als Allheilmittel angetragen, ganz so, als ob sich damit zusätzliche Arbeitsplätzefür ihre Reintegration in den Arbeitsmarkt schaffen ließen!" - So im  3.Kapitel  "Gering Qualifizierten" (von Manfred Krenn) nachzulesen.
Auch die anderen Beiträge des  eBooks bieten fundierte Informationen zum Stand und zur Zukunft des Arbeitsmarktes im Euroraum: Das ganze Buch steht zum online-Lesen und als gratis Download zur Verfügung.

 

 

 

 

 

Serie zur Arbeit in unserer Gesellschaft

Die Frankfurter Rundschau startet im April eine Serie  "Arbeit. Unsere Religion" zum Stellenwert von Arbeit in unserer Gesellschaft. Die Serie widmet sich dem Thmea  aus verschiedenen Blickwinkeln heraus: "Der Arbeitskritiker Norbert Trenkle sieht die Arbeit im Kapitalismus als 'das zentrale Bindeglied zwischen dem Individuum und der Gesellschaft'. Dabei komme es nicht primär darauf an, was jemand tut, sondern dass dieses Tun einen bestimmten Wert darstellt, der sich in Geld ausdrücken lässt. 'Praktisch jeder Mensch ist also gezwungen, einer Tätigkeit nachzugehen, die sich allein an ihrer Verkäuflichkeit misst', sagt Trenkle. 'Dieser Zwang ist im Grunde nur zu ertragen, wenn man sich irgendwie mit ihm identifiziert und ihn quasi-religiös überhöht'.“

 

 

 

 

 

Wettbewerb um Arbeitskräfte

In der Reihe aktuelle Berichte des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) gibt die jüngste Bestandsaufnahme  „Betriebe im Wettbewerb um Arbeitskräfte - Bedarf, Engpässe und Rekrutierungsprozesse irfs, haben aber derzeit weniger Schwie-rigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften.

  • Bildungsinvestitionen können ebenso wie Maßnahmen zur Verbesserung der Ven Deutschland“ einen Überblick über die betriebliche Arbeitsnachfrage. Demzufolge bewegt sich diese Arbeitsnachfrage "weiterhin auf einem hohen Niveau, Engpässe zeigen sich in einzelnen Arbeitsmarkt- segmenten:
  • Anhaltend hohe Vakanzraten gibt es überwiegend im süddeutschen Raum.
  • Kleine und mittlere Betriebe haben mehr Schwie-rigkeiten bei der Stellenbesetzung als größere Betriebe.
  • Qualifikation spielt eine entscheidende Rolle: Branchen mit überdurchschnittlich vielen qualifizierten Beschäf-tigten müssen eher mit langen Stellenbesetzungs-prozessen rechnen. Engpässe aufgrund von zu wenigen Bewerbern finden sich vor allem im Baugewerbe.
  • Gefragt sind akademische und nicht-akademische Berufe im Elektro- und Technikbereich (wie Ingenieure oder Elektromechaniker) sowie in den Bereichen Gesundheit und Soziales (wie Ärzte, Altenpfleger oder Erzieher).
  • Betriebe mit einem hohen Anteil älterer Beschäftigter tragen das Risiko eines künftigen höheren Ersatzbeda
  • reinbarkeit von Beruf und Familie sowie zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit Älterer helfen, Personal zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Jedoch sind altersspezifische Maßnahmen in der betrieblichen Praxis nach wie vor nur wenig verbreitet.
  • Gute Arbeitsbedingungen können die Attraktivität eines Betriebes steigern und damit Stellenbesetzungs-probleme verringern."

 

 

 

Ausstellung und Projekt zum Konzept "Arbeit"

Das Projekt "Eine Einstellung zur Arbeit" hat in 15 Städten weltweit Workshops initiiert, in denen Videos produziert werden. Seit  Februar 2013 gibt es auch eine Serie von Ausstellungen, die ausgewählte Resultate der Workshops in einem erweiterten Kontext zeigen. Im Frühjahr 2015 wird das Projekt mit einer Großausstellung und einer Konferenz in Berlin seinen Abschluss abgeschlossen.

Ein  Video des RBB  stellt in aller Kürze wichtige Aspekte des Konzepts vor: "Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten? In der Antike und im Mittelalter galt Arbeit noch als unwürdige Tätigkeit, eine Angelegenheit der unteren sozialen Schichten. Das hat sich grundlegend geändert. Das neue Ausstellungsprojekt des im vergangenen Jahr verstorbenen Filmemachers Harun Farocki und von Antje Ehmann beschäftigt sich damit, wie Arbeit sich verändert hat - zu sehen im Haus der Kulturen der Welt." - Weitere Informationen zum Konzept der Ausstellung und  Zugang zu den Filmen des Projektes stehen auf der Website des Projekts zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

"Arbeit im Übergang"  Studie zu qualifizierten Einwanderern

"Work in Transition" – unter diesem Titel erschien eine englischsprachige  Publikation, die den Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland, Kanada und der Türkei vergleicht. Über 200 Interviews mit gut ausgebildeten Eingewanderten wurden in dieser Studie ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen, „wie wichtig die Anerkennung kulturellen Kapitals, etwa der Bildung, ist. Ebenso wird nachvollziehbar, wie Menschen in Sackgassen geraten, wenn sie vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen bleiben."

Unter anderem heben die Autoren hervor, dass auch der Arbeitsagentur bisher ein grundlegendes Verständnis für die Komplexität der Arbeitsmarktintegration fehle. Sie biete ausländischen Akademikern fast nur berufliche Umschulungen an und keine nachqaulifizierenden Studiengänge. Das führe dazu, dass die Hochschulabsolventen unter den Spätaussiedlern häufiger arbeitslos sind, als beruflich Gebildete. Dies ist einer der Gründe für die Einrichtung eines Programms zur Stärkung ausländischer Akademiker/innen durch Nachqualifizierung an den Universitäten Duisburg-Essen und Regensburg (UDE-Projekt Pro SALAMANDER). Migrantinnen und Migranten mit ausländischem Hochschulabschluss können sich dort in etwa 12 bis 18 Monaten in bestimmten Fächern weiterbilden, ihre Deutsch-kenntnisse verbessern und schließlich einen deutschen Hochschulabschluss (Bachelor oder Master) erwerben.

 

 

 

Nachweis von Sprachkenntnissen für Ehegatten aus der Türkei

Ehegatten türkischer Staatsangehöriger, die als Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland leben (sog. assoziations-berechtigte türkische Staatsangehörige) müssen für ein Visum zum Familiennachzug keine deutschen Sprachkenntnisse nach- weisen. So die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg am 30.01.2015. (Urteil vom 30. Januar 2015 - OVG 7 B 22.14 ) Die Revision wurde zugelassen.

 

 

„Zeitschrift für Weiterbildungsforschung – Report“ jetzt online

Der REPORT wurde im Jahr 1978 von Horst Siebert und Johannes Weinberg als Rezensionszeitschrift gegründet. Mittlerweile ist der REPORT eines der wichtigsten Publikationsforen zu Fragen der Weiterbildungsforschung im deutschsprachigen Raum und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Ab 2015 wird die Zeitschrift unter dem Titel „Zeitschrift für Weiterbil- dungsforschung – Report“ erscheinen. Sie wird dann sowohl kostenfrei im Open Access als auch als Print-on-Demand-Ausgabe im Abonnement erhältlich sein. Aktuelle Informationen zur neuen Zeitschrift, aber auch zum REPORT und dessen Archiv werden auf dem neuen Internetportal des DIE eingestellt, das ab April 2015 freigeschaltet wird. Von dort aus wird man automatisch auf die neuen Seiten umgeleitet.
Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema "Öffnung der Höheren Weiterbildung für Erwachsene" 

 

 

 

QualiboXX: Lernangebote und mehr

Den Fachkräften im Bereich des Übergangs von der Schule in den Beruf bietet qualiboXX einen geschlossenen Arbeitsbereich und darin vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung. Zudem können sie Lernangebote und Lerngruppen zur individuellen Förderung und Qualifizierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzen.
Unter dem Menüpunkt "Lernen" finden sich z.B. digitale Lernangebote für die tägliche Förderpraxis. Außerdem wird ein Werkzeug "Courselets" angboten, mit dem eigene Online-Lernangebote erstellt werden können. Erfahrungsberichte veranschaulichen, wie Pädagogen aus verschiedenen Insti-tutionen qualiboXX eingesetzt haben.

 

 

 

Klingonisch für Linguisten

Nicht nur für Interessenten der "Mehrsprachigkeitsdidaktik": Klingonisch als Einstieg in die Linguistik. Dazu Doug Bigham von der San Diego State University: "Ich wollte mit diesem Kurs einen Weg einschlagen, mit dem Studenten sich für Linguistik engagieren, ohne dass ich tatsächlich Linguistik unterrichte. Ich wollte eine Art Hintertür der Pop-Kultur zur Linguistik öffnen. Zudem bin ein großer Star Trek Fan." - Geeignet ist z.B.das animierte Video zur " Klingonischen Propaganda".

Übrigens: Wie z.B. Kontrolleure unmittelbar davon profitieren können, wenn sie Klingonisch sprechen, zeigt auch ein Video der VHS Wien.

 

 

 

Schwerpunktthema: Berufsbezogene Sprachförderung

Die berufliche Integration der Menschen, die dauerhaft nach Deutschland einwandern, gelingt laut „Integrationsausblick 2014“ der OECD erstaunlich gut. "Problematisch findet die OECD den hohen Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die kaum Deutsch sprechen und deutschsprachige Texte nicht lesen können. Sprachliche Kompetenz gilt als Schlüssel zum Erfolg im Arbeitsleben. Vor Problemen im Beruf stehen viele, deren Sozialisation und Ausbildung die Grundlagen dieser Schlüsselkompetenz nicht legen konnten, oder die einfach mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind." Ansätze, die sich mit den sprachlichen Anforderungen im Beruf und der Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse widmen, bilden den Schwerpunkt des Online-Magazins GIB.info 4/14 der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH.

 

 

 

Eine Sprache lernen aus der Perspektive der Lerner

"Es ist Freitagabend und ich übe Deutsch. Nein, nicht in einem muffigen Klassenzimmer und nicht durch das Einüben umständ-licher Dialoge mit anderen Studenten, auch nicht durch das Üben von Grammatik auf meinem Computer. Ich bin auf meiner Couch im Dunkeln unter einer Decke zusammengekauert, lasse Karteikarten auf meinem Smartphone durchlaufen, während Tränen über mein Gesicht strömen."
Eine völlig andere Perspektive auf das Lernen einer "anderen" Sprache als der Muttersprache; hier Deutsch, hat kürzlich "the guardian" publiziert. Was dazu anregt zu fragen, warum diese Perspektive von Lernenden in der Fremd- und Zweit-sprachendidaktik eigentlich so wenig beachtet wird. (Foto links: Photograph: Graham Turner/Graham Turner).

 

 

 

 

Migrationspolitik im Kontext des demografischen Wandels

"Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft langfristig, wird bunter und älter. Dieser demografische Wandel ist eine große Heraus­forderung für alle gesellschaftlichen Bereiche. Migra-tionspolitik ist ein Instrument, die Folgen dieser Entwicklung auszugestalten. Die Verringerung der Erwerbsbevölkerung kann durch Zuwanderung zwar nicht aufgehalten, aber zumindest abgefedert werden. Notwendig ist eine proaktive Migra-tionspolitik. Ziel ist es, Deutschland als Einwanderungsland dauerhaft attraktiv zu machen. Hierbei sollten wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt werden."

Rainer Ohliger ist für die Friedrich-Ebert-Stiftung in der neuesten Ausgabe der Publikationsreihe „wiso direkt. Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik" der Frage nachgegangen, ob bzw. in wie fern Zuwanderung als Instrument zur Ausgestaltung des demografischen Wandels dienen kann. Er diskutiert das Wechselverhältnis von Migration und demografischem Wandel und das Potenzial von Migration anhand folgender Fragen: 1. Welchen Beitrag kann Zuwanderung zur Ausgestaltung des demografischen Wandels leisten? 2. Wie sehen demografierelevante Maßnahmen aus, um Zuwanderung zu ermöglichen? 3. Was könnten Strategien, Szenarien und Optionen sein, um erfolgreiche Migration zu ermöglichen?

 

 

 

 

Bekämpfung von Diskriminierung in der EU

Unter der Federführung der Migration Policy Group und Human European haben Rechtsexperten für das europäische Netzwerk die Arbeit im Bereich der Nichtdiskriminierung (aus Gründen der Rasse oder ethnischer Herkunft, Alter, Behinderung, Religion oder Weltanschauung und sexueller Orientierung) untersucht. Die Ergebnisse wurden im Januar 2015 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Berichte geben einen Überblick zum Stand und zur Um- setzung der Richtlinien zur EU-Antidiskriminierung bis zum 1. Januar 2014. Einzelberichte liegen vor für die 28 EU-Mit- gliedstaaten, die Kandidatenländer und die EWR-Länder.

 

 

 

Ausländerfeindlichkeit - eine Begriffsanalyse

"Ausländerfeindlich muss aber nicht auf Personen bezogen werden. Der Feind ist eine Person, feindlich ist ein Attribut, das auch Nicht-Personen aufweisen können, z.B. Gesten, Gesetze, Gerede, Politik, Gedanken, Handlungen." Aus gegebenem Anlass (zurzeit wird wieder mal sehr viel über "Ausländerfeindlichkeit" diskutiert)  hier eine "Analyse" des Begriffs "Ausländefeind-lichkeit" aus der Praxis einer Unterrichtsstunde Deutsch.

 

 

Servicetelefon zur Weiterbildung bundesweit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erprobt seit Januar 2015 einen Telefonservice zur Weiterbildungsberatung.  "Unter der Nummer 030 2017 9090030 2017 9090 gibt es an Werktagen zwischen 10 und 17 Uhr erstmals eine bundesweite Beratung zu allen Fragen rund um die Weiterbildung. Die Weiterbildungsberaterinnen und -berater arbeiten mit einem Wissensmanagementsystem, das die bundesweiten Angebote und weitere nützliche Informationen zur Weiterbildung bündelt. Individuelle Weiterbildungsabsichten können so konkretisiert und persönliche Bedarfe ermittelt werden, um passgenaue Formate zu finden."

 

 

 

10 Jahre Integrationskurse - Kritik an einem ersten Fazit

Anlässlich der 10jährigen Umsetzungspraxis von "Integra-tionskursen" auf gestzlicher Basis haben Sprachwissenschaftler für den MEDIENDIENST Integration eine Bilanz aus den Kursen gezogen.  Für jeden, der sich mit den Integrationskursen und der vorausgegangenen Praxis der Durchführung von Kursen "Deutsch als Zweitsprache"  ernsthaft befasst, bietet dieses Fazit hinreichend Anlass sich zu ärgern.
Dazu ein Beispiel: "Fraglos erwerben inzwischen mehr Einwanderer Deutschkenntnisse als vor der Einführung der Integrationskurse." "Fraglos" meint hier wohl: Wenn man nicht fragt. Denn es wird an keiner Stelle erwähnt, was hier eigentlich - virtuell? - verglichen wird: Welche Zahlen wurden für diese Aussage (implizit: weniger Einwanderer erwarben Deutschkenntnisse bis 2005 - also bis zur verbindlichen Einführung der Integrationskurse) zugrunde gelegt? Und: Gilt als Erwerb von Deutschkenntnissen nur das, was in "Deutschkursen" erworben wurde?
Man könnte - und man sollte - tatsächlich das Konzept und die Praxis der Integrationskurse, die eigentlich nur als "Deutsch-kurse" (mit einem Anhängsel "Orientierungskurse") konzipiert wurden, nach 10 Jahren gründlich und kritisch unter die Lupe nehmen. - Und vorab hierfür eine wichtige Anregung: Es handelt sich um "Deutschkurse" - allzu häufig ist im Kontext der Integrationskurse (auch in dem hier vorgestellten Fazit) von "Sprachkursen" die Rede. Für alle, die über diese Information noch nicht verfügen: Es gibt außer Deutsch noch andere Sprachen, und die meisten Einwanderer sprechen mindestens eine dieser anderen Sprachen, oftmals allerdings nicht - oder noch nicht so gut - Deutsch.
 

 

 

Szenarien im berufsbezogenen Deutschunterricht

Das Konzept eines handlungsorientierten berufsbezogenen Unterrichts, in dem realitätsnahe berufliche Kommunikations-Situationen zielsprachlich berücksichtigt werden, erfordert eine Didaktik, die die konkreten Handlungen und Handlungsabläufe ebenso wie die Akteure der jeweiligen Handlungsschritte in das Unterrichtsgeschehens einbezieht. Diesen Anspruch greift die Broschüre „Szenarien im berufsbezogenen Unterricht Deutsch als Zweitsprache“ auf. Vorgestellt werden grundlegende Fragen zur Definition und Entwicklung der „Szenario-Methode“ und Anregungen, wie Szenarien für die Kursplanung und Kursevaluation genutzt und in den Kursverlauf eingebunden werden können. Mit Hilfe der Beispielszenarien wird das Prinzip der Methode dargelegt, des Weitern werden Hinweise zur Erstellung und Durchführung von Szenarien gegeben.

Die Idee für diese Broschüre entstand in der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) im Kontext ihrer Fortbildungsangebote „Kursleiter/innenqualifizierung Berufsbezogener DaZ-Unterricht“. Außerdem werden Ergebnisse des Projektes Deutsch am Arbeitsplatz (DaA) aufgegriffen sowie Erfahrungen im Rahmen der Aus- und Fortbildungskonzeption und Kursdurchführung von firmeninternen Deutschtrainings. Die Broschüre steht zum Download auf der Website der IQ Fachstelle zur Verfügung und kann ab Mitte Januar auch als Druckexemplar bestellt werden.

 

 

 

 

 

"Lebenswege", das Online-Migrationsmuseum

Herzlichen Glückwunsch: Das rheinland-pfälzische Online-Migrationsmuseum „Lebenswege“ feiert sein fünfjähriges Jubiläum. In Texten und unter Zuhilfenahme von Audio- und Videosequenzen, Originaldokumenten sowie Fotos wird die Migrationsgeschichte von Rheinland-Pfalz anschaulich und anhörbar gemacht. Eine Dauerausstellung beleuchtet insbesondere die Arbeitsmigration der damals so genannten „Gastarbeiterinnen“ und „Gastarbeiter“.  Im Zentrum der Internet-Ausstellung stehen die persönlichen Interviews mit Migrantinnen und Migranten, die über ihre Lebenswege und ihre "neue Heimat Deutschland" berichten. Daneben gibt es Sonderausstellungen: Ab dem 16.12.14 befasst sich das Online-Museum mit dem Thema „Flüchtlinge“.

 

 

(Quelle website tum.de,

foto R.Kneschke / fotolia.de)

 

 

Deutschkompetenzen an beruflichen Schulen

In beruflichen Schulen stellt die Vermittlung von Deutschkom-petenzen eine wichtige Grundlage für das spätere Berufsleben dar. Vor diesem Hintergrund haben die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Technische Universität München (TUM) und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst im November ein Forschungs-Projekt gestartet, das neue Konzepte im Fach Deutsch für Berufsschulen und in der Lehrerausbildung ent- wickeln und erproben möchte. Konkret sollen Unterrichts- ansätze entwickelt werden, die mündliche und schriftliche Deutschkompetenzen in der beruflichen Bildung vermitteln sollen. - Gefördert wird das Porjekt vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache.

Zum Auftakt des Projekts fand im November ein erstes Symposium an der TUM School of Education statt. Experten aus den Bereichen Unterricht, Lehrerbildung und Bildungspolitik diskutierten gemeinsam die sprachlichen Anforderungen des Unterrichts und die Frage, wie eine Ausbildung von Lehrkräften im Rahmen des neuen Teilstudiengangs „Sprache und Kommunikation Deutsch“ aussehen muss.

 

 

 

"Ein total bescheuerter Vorschlag"

Laut Tagesschau nannte die SPD-Generalsekretärin Fahimi "die Idee einen total bescheuerten Vorschlag". - Welche Idee? Die der CSU, Immigranten sollten doch bitte auch zu Hause Deutsch sprechen. - Mein Statement dazu:

"Wir leben in einer Welt, in der Mehrsprachigkeit die Norm und Einsprachigkeit die Ausnahme ist. Und das ist gut so, denn die Fähigkeit, sich in mehreren Sprachen zu bewegen, wirkt positiv ein auf die Qualität der Kommunikation innerhalb einer Gesellschaft, auf die Identität ihrer Bürgerinnen und Bürger und auf deren soziale und kulturelle Integration sowie auf die Bildung aller Beteiligten. Fördern wir also alle Ansätze, die die Entwicklung der Mehrsprachigkeit unterstützen, denn „Einsprachigkeit“ ist heilbar." (zum Statement).
Inzwischen liegen bereits erste Erfahrungen zur Überprüfung der Deutschkenntnisse im häuslichen Bereich vor: Der SWR hat eine "Audio-Dokumentation" in seiner Audiothek zur verfügung gestellt. (Achtung: Es könnte sich hierbei um Satire handeln.)
 

 

 

 

Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen im Studium

„Das Dilemma, dass einerseits Differenz benannt werden muss, nicht zuletzt um Ungleichheiten ansprechen zu können und dass Differenz dadurch gleichzeitig wiederholt und gefestigt werden kann, ist auch unseres Erachtens nicht aufzulösen." Zum Umgang mit diesem  Widerspruch:  "Es ist also wichtig, für die problematischen Effekte, die mit der Auseinandersetzung mit Differenz einhergehen, sensibilisiert zu sein und sie immer wieder zu reflektieren, um sie gleichzeitig möglichst gering halten zu können, auch wenn sie sich nicht völlig auflösen lassen."

Im Rahmen des Projektes "Hochschule in der Migra-tionsgesellschaft – Interkulturelle Öffnung" der Technische Hochschule Mittelhessen THM (ProMi) wurde in einer Studie der Frage nachgegangen, welche Erfahrungen Internationale THM-Studierende und THM-Studierende mit „Migrations-hintergrund“ in ihrem Studienleben machen, wie sie mit diesen Erfahrungen umgehen und welche Handlungsbedarfe sich hieraus ergeben. Insbesondere war dabei von Interesse, inwiefern die Studierenden Rassismus- und Diskriminierungs-erfahrungen in ihrem Studienleben machen.

 

 

 

 

Neues Online-Angebot der BA

»Der technologische Wandel und die Internationalisierung der Wirtschaft erfordern neue Qualifikationen und ein ständiges Weiterlernen«, so Raimund Becker, Vorstandsmitglied bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der  Vorstellung  eines neues Online-Angebots der BA:  Der Berufsentwicklungs-navigator (BEN) richtet sich in der ersten Version vorrangig an Erwachsene mit Interesse an Weiterbildung, beruflichem Wechsel, Aufstieg oder Wiedereinstieg. Mit deisem Angebot bündelt die BA das Informationsangebot zu den Themen Beruf (im BERUFENET), Weiterbildung (in Deutschlands größter Weiterbildungsdatenbank KURSNET) und Arbeitsmarkt (z.B. in der JOBBÖRSE der BA). Bisher konnten die Nutzer die Anwendungen nur einzeln aufrufen.

 

 

 

Wegfall der Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht

Der Bundestag hat Änderungen im Staatsangehörigkeitsrecht beschlossen, die in Kürze in Kraft treten werden: Optionspflichtige müssen sich nach der neuen Regelung nicht mehr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden, wenn sie bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres bestimmte Voraussetzungen nachweisen. 

Das deutsche Verständnis von Staatsangehörigkeit  wurde noch bis 1999 durch das Reichs- und Staatsangehörigkeits-gesetz von 1913 geregelt. Demnach war Deutscher, wer deutsche Eltern hatte. Das Abstammungsprinzip (Blutrecht) wurde im Jahr 2000 durch das sogenannte Geburtsortprinzip (Bodenrecht) ergänzt.

 

 

 

Lehrkräfte in Integrationskursen - Prekäre Bildung

Die Initiative Bildung Prekär (IBP) hat einen Antrag für den Ver.di Landesbezirksfrauenausschuss Baden-Württemberg veröffent- licht, in dem auf die Situation der Deutschleh- rerInnen in Integrationskursen hingewiesen wird. Insbeson- dere wird in dem Antrag formuliert, Ver.di möge sich dafür einsetzen, Normalarbeitsverhältnisse statt atypischer Arbeitsverhältnisse zu fordern und Tarifforderungen für die Deutschlehrer in Integrationskursen aufzustellen, die an den Tarifen für LehrerInnen im öffentlichen Dienst angelehnt sind.

Die DeutschlehrerInnen wurden gebeten, ihre Meinungen zu diesem Antrag ebenfalls im Forum der IBP zu veröffentlichen. Des Weiteren können in dem Forum auch drei der letzten Rundschreiben an die Deutschlehrer nachgelesen werden.

 

 

 

Sprachsensible Lehreraus-  und -fortbildung

In der Studie "Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache an deutschen Schulen: Was leistet die Lehrerbildung?" hat das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache die Lehrerbildung im Bereich Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sowie im Bereich der „sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung in allen Fächern“ untersucht. Dazu wurden sowohl die einschlägigen Gesetze der Bundesländer und Studienregelungen der 70 lehrerbildenden Hochschulen betrachtet als auch das Fortbildungsangebot der Länder gesichtet. „Insgesamt wurden 107 Landesdokumente sowie 837 Prüfungs-, Studienordnungen und Modulhandbücher ausgewertet und persönliche Rückmeldungen der Länder und Hochschulen eingeholt. Der Fokus der Studie liegt auf einer Analyse der offiziellen Qualifizierungsvorgaben und nicht des persönlichen Engagements von Einzelpersonen oder temporärer Studienangebote. Die Ergebnisse sollen Verantwortlichen in Landesministerien und Hochschulen, in der Lehrerausbildung tätigen Personen, Ausbilderinnen und Ausbildern des Referendariats sowie den Landesinstituten eine Diskussions- und Argumentationsgrundlage für eine systematische Verankerung von Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung liefern.“ Insbesondere mit Blick auf die noch ausstehenden Überarbeitungen der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur „Interkulturellen Bildung und Erziehung in der Schule“ werden des Weiteren zehn Handlungsempfehlungen auf der Basis der Untersuchung vorgestellt. 

 

   
 

 

IAB Studie zur Arbeitsmarktintegration von Einwanderern

Einwanderung nach Deutschland zahlt sich für die Migranten wirtschaftlich aus. Dieses Fazit zieht die Längsschnittuntersu- chung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die auf einer neuen IAB-Migrationsstichprobe mit rund 5000 Befragten beruht. Als wichtigste Ergebnissen  stellt die neue IAB-SOEP-Migrationsstichprobe heraus: „Das durchschnittliche nominale Nettoeinkommen der Migranten ist hier mehr als doppelt so hoch wie im Auswanderungsland. Einwanderer mit sehr guten Sprachkenntnissen erzielen rund 20 Prozent mehr Lohn als diejenigen, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen. Mehr als die Hälfte der Einwanderer findet den ersten Job über Familienangehörige, Freunde und Bekannte. Migranten, die soziale Kontakte zu Menschen ohne Migrationshintergrund pflegen, sind deutlich zufriedener. Des Weiteren geht aus der Studie hervor, dass rund ein Drittel der Migranten die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse beantragt habe. Bei der Hälfte der Antragsteller seien die Abschlüsse als vollständig gleichwertig, bei weiteren 20 Prozent als teilweise gleichwertig anerkannt worden.

 

 

 

 

PISA ruiniert Bildungssysteme weltweit

„Mit Pisa und anderen so genannten Qualitätsstudien ruiniert die OECD weltweit historisch gewachsene Bildungssysteme. Dahinter steht ein höchst fragwürdiges Menschenbild“, so der Erziehungswissenschaftler Beat Kissling in einem zurzeit viel beachteten Gastbeitrag der Wirtschaftswoche. Und er steht mit dieser geharnischten Kritik beileibe nicht alleine: Ein offener Brief unter der Überschrift „OECD and Pisa tests are damaging education worldwide“ vom Mai 2014 an den OECD-Verant- wortlichen für Pisa wurde von über 150 Universitätsdozenten aus aller Welt unterschrieben. Eine deutsche Version des Briefes kann auf der Internetseite der Gesellschaft für Bildung und Wissen abgefufen und unterzeichnet werden. - In dem Gastbeitrag von Beat Kisslling sind neben seinen fundierten Ausführungen zur Kritik auch weitere Links mit Verweisen auf vertiefende Informationen zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

Nationalitäten in Europa

Wer lebt wo in Europa? Die Migration Policy Group hat eine interaktive Mappe erarbeitet und online gestellt, mit deren Hilfe man nach"klicken" kann, wie viele Menschen aus welchen Nationalitäten in welchen europäischen Staaten leben. Die Zahlen basieren auf dem Census von 2011.

 

 

 

Ökonomisierung der Bildung

Einen beachtenswerten Gastkommentar des Wiener Philosphen Konrad Paul Liessman hat die Neuen Züricher Zeitung (NZZ) unter dem Titel "Das Verschwinden des Wissens" veröffentlicht. In diesem Beitrag wird der Frage nachgespürt, was sich unter den Begrifflichkeiten «Selbstkompetenz», «Sachkompetenz», «Methodenkompe- tenz» und «Sozialkompetenz» erst auf den zweiten Blick erschließt: "Historisch gesehen wurzelt das Kompetenzkonzept nicht in der Pädagogik oder Bildungstheorie, sondern in der Ökonomie. Die ersten Kompetenzmessungsmodelle wurden mit dem Ziel entwickelt, Prüfungsverfahren für die unter-schiedlichsten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Persönlichkeits-merkmale von Menschen zu gewinnen, um deren Einsatz für Unternehmen zu optimieren."

 

 

 

Lesen und Schreiben global

Anlässlich ihres Internationalen Tags der Alphabetisierung hat die UN in Kooperation mit dem Projekt "7 Milliarden Andere" eine Zusammenstellung von Aussagen zum Wert von Schreib- und Lese-Fertigkeiten in einem Video-Beitrag veröffentlicht.  Die Schriftunkundigen aus fünf Ländern der Welt äußern sich in ihren jeweiligen Sprachen; eine Untertitelung in Italienisch läuft am Rande zum Mitlesen.

  

 

Millionster Gastarbeiter vor 50 Jahren  angekommen

Vor 50 Jahren, am 10. September 1964, wurde der millionste "Gastarbeiter" der Bundesrepublik Deutschland in Köln mit einem Moped empfangen. Dieses Jubiläum ist der Anlass, hier ein Dokument des deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) von 1975 einzustellen, in dem einige Stellungnahmen deutscher Gewerkschaften von 1971 bis 1974 dokumentiert werden. Die Stellungnahmen bzw. Empfehlungen wurden vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Bundesvorstandsverwaltung, Abteilung Ausländische Arbeitnehmer, Abt. Auslän- dische Arbeitnehmer, Düsseldorf, zusammengestellt und herausgegeben; dokumen- tiert werden die Stellungnahme „Die deutschen Gewerkschaften und die ausländischen Arbeitnehmer“ des Bundesvorstands des DGB 1971, „Forderungen des DGB zur Reform des Ausländerrechts“, 1973, die „Stellungnahme und Forderungen des DGB zum Unterricht für Kinder ausländischer Arbeitnehmer“, 1973, sowie „Empfehlungen über Maßnahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung für ausländische Arbeitnehmer“, 1974.

 

 

 

 ⇒ Aktuelle Hinweise

 

⇒ Frühere Hinweise

Sprache - Arbeit - Migration, Petra Szablewski-Cavus  | post@sprache-arbeit-migration.de
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